Wenn ich an Kreativität denke, muss ich immer an diese leisen Momente denken, in denen gar nichts „Besonderes“ passiert – und plötzlich ist da so ein kleiner Geistesblitz. Es fühlt sich für mich oft fast wie ein Reflex an, irgendwie unabsichtlich… manchmal bin ich gar nicht sicher, ob das dann schon Kunst oder nur „Gedankengemurmel“ ist. Aber vermutlich ist das genau die Grauzone, die Kunst spannend macht. Mein Kühlschrank ist jedenfalls voll mit kleinen Zetteln, Kritzeleien und alten Einkaufslisten, auf denen dann plötzlich irgendeine komische Mini-Geschichte steht. Keine Ahnung wozu, aber wegwerfen geht auch nicht.
Was mir im Alltag auffällt: Kreativität funktioniert für mich nicht, wenn ich sie erzwingen will. Sobald ich versuche, „etwas Schönes“ zu machen, wird es eigentlich fast immer total steif. Am meisten Spaß habe ich, wenn ich keine Erwartungen habe – ganz egal ob das Malen, Schreiben oder irgendwas anderes ist. Ich frage mich, ob das bei anderen auch so ist? Oder gibt es Leute, die bewusst Strukturen und feste Zeiten für ihre Kreativität brauchen?
Und noch was, vielleicht bisschen off-topic: Ich finde manchmal sogar das Putzen kreativ. Also… während ich vor mich hinschrubbe, lauf ich im Kopf die wildesten Ideen durch. Vielleicht sollte man öfter mit einem Notizbuch neben dem Staubsauger arbeiten… Mein Handy piept übrigens gerade – Akku bei 5%. Schnell noch Ladekabel suchen…
Mich würde interessieren, inwiefern ihr Kontrolle oder Planung beim kreativen Prozess wichtig findet – oder ob für euch das Spontane überwiegt? Kennt ihr das Gefühl, dass gerade im Leerlauf die besten Ideen kommen?